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Pflegestufen

Foto:D. Ende / DRK

Pflegegrad 1 – geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit (12,5 bis unter 27)

Mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz PSG II werden prinzipiell mehr Menschen als Pflegebedürftige eingestuft und haben somit die Chance auf eine Unterstützung seitens der Pflegeversicherung. Der Pflegegrad 1 ist die erste Stufe der Pflegebedürftigkeit. Menschen, die die Grundbedingungen für die Pflegestufe 0 bislang nicht erfüllt hatten, können nun in den Pflegegrad 1 eingestuft werden.

Pflegegrad 2 – Erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit (27 bis unter 47,5)

Der Pflegegrad 2 entspricht der Pflegestufe 0 und der Pflegestufe 1 ohne eingeschränkte Alltagskompetenz. Im Unterschied zu den Pflegestufen wird man dem Pflegegrad 2 bereits mit einem geringeren Zeitaufwand an Pflege zugeordnet. Es wird, genau wie bei der Überleitung in alle folgenden Pflegegraden, jedoch noch einmal zwischen Pflegebedürftigkeit mit und ohne eingeschränkter Alltagskompetenz unterschieden.

Pflegegrad 3 – Schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit (47,5 bis unter 70)

Dem Pflegegrad 3 entsprechen die Pflegestufen 1 (mit eingeschränkter Alltagskompetenz, also meistens Demenz) und 2 (ohne eingeschränkte Alltagskompetenz). Die Konsequenz ist, dass Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz, die bislang unter die erste Pflegestufe gezählt wurden, nun höhere Leistungen beziehen.

Pflegegrad 4 – Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit (70 bis unter 90)

Menschen mit der Pflegestufe 2 (mit eingeschränkter Alltagskompetenz) und 3 werden nun dem Pflegegrad 4 zugeteilt. Wiederum bedeutet dies eine höhere Einstufung von Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz.

Pflegegrad 5 – Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung (ab 90)

Der Pflegegrad 5 ist der höchste Pflegegrad und entspricht der Pflegestufe 3 mit eingeschränkter Alltagskompetenz beziehungsweise unter die Definition „Härtefall“ hatten. Mit diesem Begriff werden Menschen bezeichnet, die einen außergewöhnlich hohen Pflegeaufwand erfordern. In diesem Grad wird seit 2017 hinsichtlich der Pflegeleistungen kein Unterschied zwischen Menschen mit und ohne eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten gemacht.

 

Pflegegrad 1

Pflegegrad 2

Pflegegrad 3

Pflegegrad 4

Pflegegrad 5

Geldleistung ambulant

 

316,00€

545,00€

728,00€

901,00€

Sachleistung ambulant

 

689,00€

1298,00€

1612,00€

1995,00€

Entlastungsbetrag  ambulant

125,00€

125,00€

125,00€

125,00€

125,00€

Leistungsbetrag stationär

125,00€

770,00€

1262,00€

1775,00€

2005,00€

bundesdurch-schnittlicher pflegebedingter Eigenanteil

 

580,00€

580,00€

580,00€

580,00€